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28.05.2018, 15:27 Uhr Übersicht | Drucken
Rhein: Erster hessischer Zeitsprungkongress präsentiert Zukunft der Arbeitswelt
Spitzenforschung aus Hessen verständlich aufbereitet

Darmstadt/Wiesbaden/Frankfurt am Main, 28. Mai 2018 - Wissenschaftsminister Boris Rhein veranstaltet heute in Kooperation mit Professorin Dr. Ruth Stock-Homburg von der TU Darmstadt den ersten hessischen Zeitsprungkongress zur Zukunft der Arbeitswelt unter dem Motto „Spitzenforschung in Hessen – bürgernah präsentiert“.


Ziel des Kongresses ist, die moderne Wissenschaft für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen und den konkreten Nutzen für die Gesellschaft in den Blickpunkt zu stellen. Höhepunkt des Zeitsprungkongresses ist die europaweit erstmalige Präsentation einer androiden Roboterfrau: Der Roboter sieht einem Menschen zum Verwechseln ähnlich, kann sich bewegen, sprechen, lachen und Emotionen zeigen, verfügt wie der Mensch über ein stereoskopisches Sehen und seine Hände sind warm, wenn man sie anfasst.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Mit dem Zeitsprungkongress machen wir komplizierte wissenschaftliche Themen, für die die hessische Wissenschaft an Lösungen arbeitet, greifbar. Bislang erschließt sich die Welt der Forschung der Öffentlichkeit noch zu selten oder nur abstrakt in Fachzeitschriften – daran wollen wir etwas ändern. Heute zeigen wir aktuelle Forschung aus Hessen verständlich aufbereitet, interessant und höchst aktuell.“

Forscherinnen und Forscher verschiedener Schwerpunkte und Altersgruppen – von Professorinnen und Professoren bis hin zum erfolgversprechenden wissenschaftlichen Nachwuchs – geben in Kurzvorträgen, einem Science Slam, Live-Demonstrationen und einer Podiumsdiskussion Einblick in ein Thema, das relevanter kaum sein könnte: Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Auf welche Weise werden neue Technologien unsere Arbeitswelt verändern? Und wie können wir die Arbeitswelt von morgen so gestalten, dass es eine Welt wird, in der wir mit Freude arbeiten?

Das leap in time Lab, ein Spin-off der TU Darmstadt und Veranstaltungsort des ersten hessischen Zeitsprungkongresses zur Zukunft der Arbeitswelt unter dem Motto „Spitzenforschung in Hessen – bürgernah präsentiert“, gibt erste Antworten auf diese Fragen. Das von Professorin Dr. Ruth Stock-Homburg 2016 gegründete Lab beschäftigt sich als Forschungsinstitut mit der ganzheitlichen Betrachtung zur Zukunft der Arbeitswelt und zeigt die drei Arbeitswelten „Smart Living & Working“, „Activity-based Working“ und „Work & Play Setting“.

„Die Zukunft der Arbeitswelt ist ein hochspannendes Thema und sie bringt Fragestellungen mit sich, die uns alle beschäftigen. Sich diesen zu stellen, ist von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung: Bei der Podiumsdiskussion diskutieren wir mit Experten, wie die Zukunft der Arbeitswelt von Hessen aus gestaltet werden kann“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Dass Forschung nicht nur Akademikern vorbehalten ist, zeigen Nachwuchsforscherinnen und -forscher, die bereits heute die Welt verbessern möchten. Daniel Homburg und Mirja Thieme bringen ihren Gebärdensprachenroboter mit, den sie selbstständig im Rahmen von „Jugend forscht“ entwickelt haben. Mit ihm wollen sie zur Inklusion hörgeschädigter Menschen in die Gesellschaft beitragen, wie die beiden Jungforscher betonen, die dieses Jahr den ersten Preis im Bereich Technik bei Schüler Experimentieren gewannen. Ein Kasseler Team – Landespreisträger im Bereich Technik von „Jugend forscht“ – stellt selbst entwickelte intelligente Kleidung vor.

Welche Rolle die vorgestellten Technologien in der Zukunft der Arbeitswelt spielen könnten und sollten, ist das Kernthema des Kongresses. Hierzu werden neben Professor Ishiguro aus Japan, der in seinen Laboratorien seit Jahren androide Roboter entwickelt und konstruiert, viele Spitzen- und Nachwuchsforscher aus Hessen einen Eindruck in ihre Forschung geben. Ein Höhepunkt des Tages ist die Podiumsdiskussion, in der Wissenschaftsminister Boris Rhein mit hochrangigen Gästen aus Forschung und Praxis über das Thema „Zukunftsforschung – Spannungsfeld, Vision und Umsetzung“ diskutiert.

„Wissenschaft und Forschung, Innovationen, der Transfer von Ideen in die Unternehmen und in die Gesellschaft sind offenkundig zentrale Voraussetzungen für Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze in unserem Land. Für die Landesregierung ist es selbstverständlich, klare Signale für Wissenschaft und Forschung zu setzen und sich damit unmissverständlich für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Hessen zu positionieren. Der Zukunftsforschung messen wir dabei große Bedeutung bei – das hat der heutige Tag gezeigt“, so Wissenschaftsminister Boris Rhein abschließend.

Hintergrundinformationen:

Die Förderung von Wissenschaft und Forschung ist ein Schwerpunkt der Politik der Hessischen Landesregierung. Hessen hat bundesweit den zweithöchsten Anteil von Hochschulausgaben am Gesamthaushalt. Der hessische Hochschulpakt garantiert den Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften bis 2020 eine finanzielle Ausstattung von neun Milliarden Euro. Das ist die größte Summe, über die Hochschulen jemals verfügen konnten.

Seit dem Start von LOEWE (Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz) im Jahr 2008 wurden in zehn Auswahlrunden bislang 13 LOEWE-Zentren, das sind großformatige hochschulübergreifende Forschungsverbünde mit sechs bis neun Jahren Laufzeit, und 49 LOEWE-Schwerpunkte mit drei bis vier Jahren Laufzeit zur Förderung ausgewählt. Von 2008 bis 2017 wurden rund 729 Millionen Euro Landesmittel für LOEWE bereitgestellt.

Bisher konnten sich im LOEWE-Programm ein LOEWE-Zentrum und drei LOEWE-Schwerpunkte mit einem thematischen Schwerpunkt im Bereich „Digitalisierung“ durchsetzen. Dies sind in Darmstadt das LOEWE-Zentrum „CASED“ mit einem Fokus auf die IT-Sicherheit, an der Universität Kassel die LOEWE-Schwerpunkte „VENUS“ und „Always-Online“, die sich den Wirkungen der Digitalisierung auf den Menschen beschäftigen, sowie an der Goethe-Universität Frankfurt zusammen mit der TU Darmstadt der LOEWE-Schwerpunkt „Digital Humanities“, in dem die Analysefähigkeit großer Datenmengen untersucht wird. Allein für diese vier LOEWE-Projekte wurden von der Hessischen Landesregierung in den Jahren 2008 bis 2017 insgesamt rund 51 Millionen Euro für die Grundlagenforschung bewilligt.

Die Landesregierung unterstützt darüber hinaus die Hochschulen bei ihrer Förderung von Unternehmensgründungen. An vielen hessischen Hochschulen sind in den letzten Jahren erfolgreiche Einrichtungen zur Unterstützung von Hochschulgründern in unterschiedlicher Dimension aufgebaut worden. Zum Beispiel der „Science Park“ an der Universität Kassel, der „Unibator“ an der Goethe-Universität Frankfurt, das Gründerzentrum „HIGHEST“ an der TU Darmstadt, das Entrepreneurship „Cluster Mittelhessen“ an der JLU Gießen und das Marburger Förderzentrum für Existenzgründer „Mafex“.

Das Land hat den Ideenwettbewerb „Hessen Ideen“ und ein begleitendes Stipendienprogramm ins Leben gerufen. Das Stipendienprogramm richtet sich an gründungsaffine Hochschulangehörige, Absolventeninnen und Absolventen, die sich in einer frühen Phase der Ausarbeitung einer innovativen, wissensbasierten unternehmerischen Geschäftsidee befinden. Die Gesamtinitiative „Hessen Ideen“ wird mit rund 2,9 Millionen Euro bis 2020 gefördert. Bei einer Programmlaufzeit bis Dezember 2020 können über 50 Gründungsvorhaben und über 120 angehende Hochschulgründerinnen und -gründer von der Förderung profitieren.



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